Projekte

Seit der Gründung der Interessengemeinschaft Potsdamer Straße im Jahr 1986 war die Vernetzungs- und Projektarbeit ein wichtiges Mittel, um die Identifikation mit dem Standort und die Potenziale der Gebietes zu stärken. 

Projekte wurden zum Einen in der Trägerschaft der Interessengemeinschaft durchgeführt. Zum Anderen ergriffen immer wieder einzelne Mitglieder die Initiative und implementierten Projekte in ihrer eigenen Verantwortung. 

Im Folgenden finden Sie eine Projektauswahl.

2014 Wunderbare Warenwelten

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Eine KunstAktion der IG Potsdamer Straße
als Angebot für Kinder, Jugendliche, Anwohner

Die Grundidee der „Wunderbaren Warenwelten“ ist es, dass sich Kinder und Jugendliche mit den sie umgebenden Warenwelten auseinander setzen. In den Siebdruck-Workshops, die Mediengestalterin Gabriele Hulitschke in einer Klasse der Allegro Grundschule betreute, wurde das Thema „Obst und Gemüse“ gewählt.

Die Kinder lernten in dem Workshop die Arbeitsschritte Fotografie, Zeichnen der Motive, Erstellen von Siebdruckvorlagen und Bedrucken von Papiertaschen kennen. So bunt und vielfältig wie die Vorlagen, gestalteten sie ihre Kunstwerke.

Die Kunstaktionen können mit anderen Themen fortgesetzt werden. Ihre Anregungen und Fragen richten Sie bitte an Gabriele Hulitschke:

Tel.: 030-2623027, E-Mail: g_hulitschke@gmx.de

Dokumentation der KunstAktion „Obst und Gemüse“ zum Download als pdf

Klicken Sie auf die Bilder, um sich die Dokumentation online anzuschauen.

potse kunstspotting

 

Das Projekt 'Potse KunstSpotting' - Begegnungen mit Kunst entlang der Potsdamer Straße brachte von Oktober bis Dezember 2008 Kunstinteressierte, KünstlerInnen, GaleristInnen, KunstaktivistInnen und AnwohnerInnen zusammen.

 

Im September 2014 übergab die damalige Projektleiterin Nina Korolewski die Webseite an die Interessengemeinschaft Potsdamer Straße. 

Die Webseite Potse KunstSpotting wird regelmäßig weiter gepflegt und gibt Ihnen die Möglichkeit, auf dem Laufenden zu bleiben, welche Kunstadressen das Quartier zu bieten hat. Wir wünschen Ihnen guten Kunstgenuss.

2011 Jubiläum der IG Potsdamer Straße

Der offizielle Beginn der Interessengemeinschaft Potsdamer Straße datiert auf den 11. November 1986. An diesem Tag wurde die IGP in das Vereinsregister Berlin eingetragen. Nach einer Verschnaufpause, die im Jahr 1995 begann, belebte das Quartiersmanagement Schöneberger Norden die IGP im Jahr 2000 neu und in den folgenden Jahren fungierte sie immer wieder als Träger für Projekte, die im Rahmen der Sozialen Stadt erdacht und durchgeführt wurden.

Dem Vorstandswechsel im Jahr 2011 – im Jahr des 25-jährigen Bestehens - folgte eine neue Positionierung der IGP und damit verbunden in bestimmten Punkten auch ein Wandel im Selbstverständnis und der Ausrichtung der Arbeit. Oberstes Ziel war von nun an die institutionelle Unabhängigkeit, wobei Kooperationen mit Akteuren im Gebiet – allen voran die Quartiersmanagementteams in Tiergarten-Süd und im Schöneberger Norden – weiterhin gepflegt werden sollten. Als zweites begann die IGP, sich von einem reinen Verein der Gewerbetreibenden zu einem Zusammenschluss von Gewebetreibenden, sozialen Institutionen und AnwohnerInnen zu wandeln, um so die Interessen aller hier lebenden und arbeitenden Menschen an einer Gemeinschaft in der Potsdamer Straße zu bündeln und zu vertreten.

Rein äußerlich wurde das 25-jährige Bestehen der IGP durch ein neues Corporate Design markiert. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde ein Logo gestaltet und der 10 Jahre alte Internetauftritt wurde neu konzipiert und zeitgemäß aufgesetzt. Ein Team bestehend aus Gabriele Hulitschke, Regine Wosnitza, Uta Zech, Walter Dombrowsky und Viktor Grandgeorg setzte diese Aufgaben damals um. Sie sind auch heute noch in die kontinuierliche Pflege der Webseite eingebunden.

Das eigentliche Jubiläum wurde am 11. November 2011 gebührend gefeiert. Am Nachmittag wurden fünf Orte im Gebiet erkundet, so zum Beispiel das damals gerade neu eröffnete Collège Voltaire, das B&B Hotel, das Backstage des Wintergartens und der Gewerbehof im Bülowbogen. Die Rikschas von Helmut Milan brachten die Neugierigen von Ort zu Ort. Danach begann die Feier in den Räumen der Galerie Listros in der Kurfürstenstraße. Im Verlauf des Abends wurde die Historie durch Bilder und Scans der Dokumente gewürdigt, der Gaumen durch ein Buffet zusammen gestellt vom Atlantik Fischladen, der Maultaschenmanufaktur, dem Hotel AltBerlin und dem Ebe Ano, erfreut. Nach vielen anregenden Gesprächen wurde die IGP und die Potsdamer Straße durch das Improvisationstheater Santa Catalina in ein unterhaltsam-kritisch-augenzwinkerndes Licht getaucht.

Lesen Sie den unterhaltsamen Bericht über diesen Tag von Wiebke Schönherr

Fotos: Christine Haas

2008/2009 Netzwerke + Begegnungen

Kiezfrühling
Gute Laune und fröhliche Umtriebe auf der Straße, immer dienstags, donnerstags und samstags für zwei Stunden. Die 2 Mal 12 Aktionen im Mai/Juni der Jahre 2008 und 2009 luden kleine und große Leute ein, mitzumachen, zu staunen und den Raum der Potsdamer Straße als Ort der Unterhalten und Kommunikation zu erleben.

PassantInnen freuten sich, das Akteure aus dem Kiez sie aus dem Trott des Potsdamer Straßen Trottoirs herausholten. So gab es Streetdance auf dem Bürgersteig mit den Jugendlichen aus dem Fresh 30, einen Blumenpflanz-Workshop mit Setzlingen aus den Kleingärten vor Woolworth, Kuchen vom Café Palladin am Stehtisch vor dem 1-Euro-Laden, Fahrrad-Codierung durch die Polizisten des Polizeiabschnittes 34, Fotoshooting mit Reiner Freese, Kickerturnier auf dem Tisch aus Puschels Pub, Zauberei für Kinder vor dem Haus der Kinder mit Improvisationskünstlerin Uta Zech; das Team Kopfsache schnitt Haare während das Team working motion die Fitness testete und die Bülowapotheke Fitmacher in Tabletten und Brauseform bereit hielt. Mitsingen und Tanzen konnte man mit dem Chor der Zwölf Apostel Kirchengemeinde vor REWE.

Kiezvideo von Bertram von Boxberg, 2008

Fotoimpressionen vom Kiezfrühling

PotsTandem
Pots-Tandem hat als grundlegende Idee, dass je ein Gewerbetreibender und ein Medienunternehmen der IG Potsdamer Straße kurzfristig und spontan zusammenarbeiten. Die Tandems wurden zusammen gelost und dachten sich dann eine gemeinsame Aktion aus, wie zum Beispiel eine Lesung, eine Präsentation, eine Fotoaktion, ein Essen oder oder oder. In einem gemeinsamen Spaziergang präsentierten die Tandems ihre Ergebnisse an einem von ihnen gewählten Ort innerhalb des Quartiers.

Die dabei entstandenen Aktionen waren so vielfältig wie die Berufe der beteiligten UnternehmerInnen. Mit dabei waren die Ideen-Präsentation für eine Medienakademie durch die Graphik-Designer Uta Zech/Walter Dombrowsky mit der Architektin Kerstin Müller, eine Fotoausstellung von der Mediengestalterin Gabriele Hulitschke zum Thema „Hände“ zeigte die Pflege, Geborgenheit und Hilfe der Evangelischen Elisabeth-Klinik und dem angegliederten Seniorenheims, Gegenwart und Geschichte des Hotel Alt-Berlins präsentiert von Regine Wosnitza wurde kulinarisch ergänzt mit leckeren Kasseler-Happen in Meerettichkruste und Pflaumen-Rosinen-Füllung der Hotelbetreiberin Ulrike Eilers. Die Physiotherapeutin Freda von Heyden-Hendricks und die Kommunikationsberaterin Jacqueline Klemm leiteten die TeilnehmerInnen an, mit verbundenen Augen die Berührungspunkte zwischen Kommunikation und Bewegung zu spüren. Vor dem Mediationszentrum luden die Coacherin Kyra Prehn und das Mediatorenteam Signe Stein und Sebastian Dworack beim „Teller werfen“ von der Leiter hinunter ein, sich von Altlasten zu befreien und Platz für Neues zu schaffen!

Tolle Ideen und Potenziale zeigten die insgesamt drei Durchläufe des Pots-Tandems auf. Sie machten Spaß und schufen langjährige Beziehungen zwischen den TeilnehmerInnen.

Fotoimpressionen PotsTandem 1 von Susanne Wolkenhauer

 

°mstreet club card
Mit der °mstreet club card erhielten Medienunternehmen in vielen Geschäfte und Unternehmen rund um die Potsdamer Straße Rabatte. Die Bandbreite reichte dabei vom Kurierdienst über die Druckerei bis zum Catering-Service. Ziel war die Kunden- und Kaufkraftbindung von Menschen, die hier im Gebiet arbeiten, in der lokalen Ökonomie.

In den Jahren zuvor war dies bereits in mehreren Rabattaktionen aktiv von Mitgliedern der Interessengemeinschaft betrieben worden.

2008/2009 °mstreet Ausbildungsinitiative

Zentrales Ziel des Projektes „°mstreet Ausbildungsinitiative“ war es herauszufinden, welche Vorteile die Einrichtung eines Verbundpraktikums oder -ausbildung für Medienunternehmen und Auszubildende im Gebiet hätte. Bei der Verbund- bzw. Kooperationsausbildung arbeiten mehrere Betriebe und ein Ausbildungsdienstleister zusammen. Diese Form der Ausbildung ist speziell für kleine und mittlere Unternehmen interessant. Die Betriebe des Verbunds ergänzen sich bei der praktischen Berufsausbildung gegenseitig, wenn der Ausbildungsbetrieb bestimmte Ausbildungsinhalte aufgrund seiner Geschäftsprozesse nicht vermitteln kann.

In den Jahren 2008 und 2009 bot °mstreet zum einen Informationen und Beratungen für Unternehmen an zu diesem Themenkreis an. Hierbei kooperierten die Projektleiter Michael Müller und Regine Wosnitza mit Fachleuten vom Institut für Technische Weiterbildung und dem Pfefferwerk Stadtkultur. Außerdem wurden den Auszubildenden bei den lokalen Medienunternehmen Fortbildungsveranstaltungen zu Themen wie Kommunikationstechniken und Online-Marketing an. Parallel zu den Veranstaltungen galt es Konzepte für innovative Ausbildungsformen zu entwickeln und neue Formen der Ausbildung zu organisieren.

Im Verlauf dieser zwei Jahre wurde deutlich, dass in diesem Bereich tatsächlich ein Informationensdefizit herrscht. Viele Unternehmen nahmen die von uns bereitgestellten Informationen mit großem Interesse entgegen.

Doch die Entscheidung, Auszubildende – ob nun in der Verbundausbildung oder nicht – in einen Betrieb aufzunehmen, ist ein Schritt, der nur hohe personelle und finanzielle Verantwortung nach sich zieht und deshalb von der Geschäftsführung gut durchdacht werden muss. An diesem Punkt kann ein Projekt innerhalb des Förderrahmens „Soziale Stadt“ wenig Entscheidungshilfen bieten. Das macht langfristigen Veränderungen durch ein solches Projekt nicht messbar. Außerdem sind weder das Mediennetzwerk °mstreet noch die Interessengemeinschaft Potsdamer Straße in einer Weise aufgestellt, dass sie die Beantwortung von Fragen zu allgemeingesellschaftlichen Themen des Arbeitsmarktes übernehmen könnten.  

2007/2008 Leerstand als Chance

Im Jahr 2007 zeichnete sich die Potsdamer Straße durch eine bunte Mischung aus prekärem Einzelhandel, innovativen Medienunternehmen, vielfältiger Anwohnerschaft und günstiger Mieten aus. Weniger positiv zu Buche schlugen die leer stehenden oder schlecht dekorierten Gewerbeflächen, die nicht zum Flanieren oder Einkaufen anregten. Müll oder als Abfallflächen benutzte Baumscheiben verschlechterten das Image und schmälerten damit das Entwicklungspotenzial.

Das Projekt „Leerstand als Chance“ hatte ambitionierte Ziele, darunter die Einrichtung einer qualifizierten Anlaufstelle für Raumvermittlung, das Erfassen von Leerstand, den Kontaktaufbau zu Vermietern, das Erstellen von Informationsmaterial, das Herstellen von Kontakten zwischen Unternehmen und Vermietern und die Schaffung eines Ideenpool für zukünftige Projekte bzw. weiterführende Maßnahmen.

Dies war sicherlich der Grund, dass bei dem Auswahlverfahren die Arbeitsgemeinschaft BBE Unternehmensberatung GmbH und Engel & Völkers Gewerbe von der Professionalität her als geeignet empfunden wurde, um diese schwierige Situation zu verbessern. Außerdem malte ihr Lösungsansatz eine ansprechend bessere Zukunft aufs Straßenpflaster. Die Argumentation der Bewerber lautete, dass eine leichte Image-Verbesserung – sprich sauberere Straße, schönere Schaufenster - mehr Laufpublikum nach sich zöge, mehr Laufpublikum wiederum höhere Einnahmen bedeuteten und die Aussicht auf bessere Verdienstmöglichkeiten qualitativ höherwertige Läden anlocken würden. Insgesamt, hieß es, könne eine Spirale nach oben in Gang gesetzt werden.

Schon im Verlaufe des Projektes zeigte sich jedoch ein Auseinanderklaffen von Theorie und Praxis. In ihrem Zwischenbericht präsentierte Engel & Völkers Gewerbe zwar eine wohl durchdachte und nachvollziehbare Analyse, doch konnten sie keine Handlungserfolge nachweisen. Und auch der ausführliche und detaillierte Endbericht zeigte, dass innerhalb des Projektes hauptsächlich Analyse betrieben worden war. Und auch die dokumentierten Kontaktaufnahmen zu Unternehmen zeigten keine nachfolgenden Handlungen, die für das Gebiet von Vorteil waren. Gleichzeitig wurde Erstaunen darüber geäußert, wie schwer das Vertrauen der Ladenbesitzer zu gewinnen sei und dass Vorschläge und Ideen der Image-Verbesserung nicht mit Jubel bedacht wurden. Sprich: an der so notwendigen und auch von Engel & Völkers selbst empfohlenen direkten Kontaktpflege waren die Projektnehmer gescheitert. Die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen für die Zukunft waren nachvollziehbar, wiesen jedoch darauf hin, dass der Umfang der benötigten Maßnahmen gewaltig sei und ihre Umsetzung ein finanzielles und personelles Volumen vorraussetzte, dass weder die Interessengemeinschaft noch die im Rahmen des Programmes Soziale Stadt geförderten Projekte zur Verfügung stellen konnten.

In den nachfolgenden Jahren verringerte sich der Leerstand an der Potsdamer Straße gewaltig und viele Firmen und Galerien fanden ihren Weg hierher. Leider sind diese Entwicklungen nicht primär auf das Projekt „Leerstand als Chance“ zurück zu führen.  

2004 - 2014 °mstreet Mediennetzwerk

POTSE PEOPLE – Mediennetzwerk Potsdamer/Bülowstraße. Unter diesem Namen startete 2004 die Vernetzung der Medienunternehmen im Gebiet der Potsdamer Straße. Dem Team Heidrun Abraham, Cristina Suarez und Viktor Grandgeorg ist es zu verdanken, dass sich Medienschaffende im Gebiet der Möglichkeiten des Medienstandortes wieder bewusst wurden.

Die Erstellung eines Standortprofils und die Einrichtung einer Adressdatenbank zeigte, dass rund 400 Medienschaffende – von großen Unternehmen bis zu FreiberuflerInnen – im Gebiet der Potsdamer Straße arbeiten. Die erste Medienmesse im Januar 2005 übertraf mit über 400 BesucherInnen und 40 AusstellerInnen alle Erwartungen. Nachfolgende Medienstammtische, Workshops und der Potse People Day vertieften die entstandenen Kontakte und schafften erste Synergien. Die damals entstandene Webseite ist eine dokumentarische Fundgrube für die Vielfalt der Aktivitäten des Mediennetzwerkes.

°mstreet - Ein Netzwerk von Medienunternehmen im Herzen Berlins

Bald war klar, dass die Erfolge in tragfähige Strukturen überführt werden und der Medienstandort Potsdamer Straße berlinweit etabliert werden sollte. Dies begann im November 2006 mit der Kreation des Labels °mstreet, unter dem das Mediennetzwerk seitdem firmiert.

Der neuen Ausrichtung des Mediennetzwerkes trugen Fachtagungen und eine Standortkonferenz Rechnung. Die Medienstammtische wurden beibehalten und sind seitdem mit ihren innovativen Themen für Medienschaffende berlinweit von Interesse. Die Adressdatenbank mit über 400 Einträgen und der monatlich erscheinende Newsletter informieren über die Potenziale, die hier am Standort zu finden sind.

Das Mediennetzwerk °mstreet, dass heute von Heidrun Abraham (hei design), Michael Müller (Culture to go) und Viktor Grandgeorg (Grandgeorg Websolutions) organisiert und geleitet wird, ist den ursprünglichen Zielen treu geblieben: Es fördert die Kooperation zwischen den Medienschaffenden rund um die Potsdamer Straße, baut die Stärken des Standorts aus und vertritt ihn unter der Marke °mstreet nach außen. Die aktuelle Webseite von °mstreet hält über alle wichtigen Informationen und Aktivitäten auf dem Laufenden.

Im September 2014 feierte das °mstreet Mediennetzwerk sein 10-jähriges Jubiläum. Seit 2007 als Arbeitskreis in der Interessengemeinschaft Potsdamer Straße organisiert, werden Heidrun Abraham, Michael Müller und Viktor Grandgeorg ab 2015 neue, von der IGP unabhängige Strukturen aufbauen.

2003 - 2009 Magistrale

Die MAGISTRALE war kein Straßenfest im üblichen Sinne, sondern bezog das urbane Leben der Potsdamer Straße mit ein. So fanden in den Restaurants und Cafés Ausstellungen und Live-Konzerte statt und Gewerbetreibende kooperierten mit den KünstlerInnen und integrierten die Kunst in ihren Warenbestand. Kunst und Varieté fand open air & auf der Straße statt und leerstehende Räume wurden zu temporären Kunstorten.

Im Jahr 2005 wurde die Interessengemeinschaft Potsdamer Straße Trägerin dieses Kulturevents und vergab den Auftrag bis 2007 an k&kultkom . In diesem Jahr wurde die MAGISTRALE von Tiergarten-Süd auch in den Schöneberger Norden erweitert. Ab 2007 wurde sie auf zwei Tage verlängert. Die Anzahl der beteiligten KünstlerInnen stieg auf über 100 Personen an. In Galerien, Läden, Werkstätten und geheimen, ungewöhnlichen Orten wurde Kunst präsentiert und BesucherInnen auf vielfältige Weise mit einbezogen.

In den Jahren 2008 und 2009 präsentierte die MAGISTRALE den Kunststandort Potsdamer Straße und sein künstlerisch-kreatives Potenzial unter den Slogans „Kunst im Brennpunkt“ und „Kunst ist unser Kapital“.  

2004 - 2006 Christbaumparade

„Potsdamer leuchtet“ titelte die BZ am 21. November 2004 und schrieb: Schöneberg - Die Potsdamer Straße geht in die Advents-Offensive: 30 Geschäftsleute und das Quartiersmanagement Schöneberger Norden lassen den Boulevard zwischen Kleistpark und Potsdamer Brücke im Lichterglanz erstrahlen.“

Drei Mal fand die Christbaumparade an der Potsdamer Straße statt und die Zahl der teilnehmenden Gewerbetreibenden steigerte sich von Jahr zu Jahr. Besonders hervorzuheben ist die positive Tatsache, dass auch viele Gewerbetreibenden, die nicht dem christlichen Glauben zuzuordnen sind, sich an dieser Aktion beteiligten.

Jedes Jahr gab es einen Wettbewerb, um den fantasievollsten und prächtigsten Weihnachtsbaum zu küren. An der Jury beteiligten sich jedes Jahr Hunderte KundInnen und BesucherInnen der Potsdamer Straße. Per Verlosung wurde unter allen abgegebenen Stimmen Gewinner ermittelt. Sie erhielten attraktive Sachpreise, welche von ansässigen Händlern für diesen Zweck gespendet wurden.

Das Fußballmotto im Jahr 2005 wurde in freudiger Erwartung der Fußball-WM 2006 gewählt. Den Weg zur "Turnierstrecke" zwischen Kleistpark und Schöneberger Ufer wies ein nahezu 5 Meter hoher und von der BV gesponsorter "Turnierbaum" vor der damals noch an der Potsdamer Straße angesiedelten BVG-Hauptgeschäftsstelle. 

Im Jahr 2006 war die Christbaumparade ebenfalls interkulturell angelegt und Kindertagesstätten, Schulen, KünstlerInnen und Gewerbetreibende beschäftigten sich im Vorfeld mit dem Thema Weihnachten / Weihnachsgeschichten. So wurde die Identifikation der kulturellen Vielfalt, die den Raum der Potsdamer Straße und seine vielschichtige Geschichte ausmacht, in den Mittelpunkt gestellt.

2002 - 2005 Bücherbasar

 

 

Die Idee zu einem Bücherbasar, der sich vom U-Bahn Ausgang „Bülowstraße“ unterhalb des Hochbahnviadukts in Richtung Dennewitzplatz erstrecken sollte, kam von Dieter Funk/Joseph Roth Diele.

Sie war so überzeugend, dass viele Mitglieder der IGP in der Vorbereitung und Durchführung mit dabei warn.

So entwarf Heidrun Abraham / hei design die Flyer und Plakate. Die Aktion wurde in Kooperation mit dem QM Schöneberger Norden durchgeführt.

35 überdachte und beleuchtete Marktstände aufgebaut und trotz eisigen Wetters war der erste Bücherbasar im November 2002 ein solcher Erfolg, dass ihm bis 2005 weitere fünf folgten. Lesungen, Gesangsvorträge und weitere kulturelle Ereignisse begleiteten die Basare, so dass auch die kulturhistorische Bedeutung des Gebietes in Vergangenheit und Gegenwart gut zur Geltung kam.

2001 Wir an der Potse!

"Liebe Bewohnerinnen, Bewohner und Gewerbetreibende des Schöneberger Nordens, 

seit knapp drei Jahren wird im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung der Schöneberger Norden durch ein Quartiersmanagementverfahren gefördert. Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen und dem Bezirk das Gebiet rund um die Potsdamer Straße lebens- und liebenswerter zu gestalten, dazu gehört auch ein florierendes Gewerbe. Neben Verbesserungen im Wohnumfeld oder im sozialen Bereich soll deshalb auch die lokale Ökonomie gestärkt werden. In unserem Gebiet wurde zunächst die IG Potsdamer Straße neu aktiviert, im Sommer haben wir dann gemeinsam die Aktion "Potsdamer Straße Bärenstark" veranstaltet und nun liegt Ihnen die Broschüre "Wir an der Potse" vor. Sie sehen, es bewegt sich was. Und wir hoffen, dass Sie diese Broschüre für Ihren Einkauf oder für Geschäftskontakte rund um die Potsdamer Straße erfolgreich nutzen können."

Soweit der Text des Team QM Schöneberger Norden im Vorwort zur Broschüre. 

Heute ist die Broschüre fast als Zeitdokument zu lesen. Bedauerlich ist natürlich der Wegzug oder die Schließung von Läden, die damals hier an der Potsdamer Straße und in der Interessengemeinschaft Potsdamer Straße aktiv waren. Erfreulich hingegen, dass heute noch immer einige von damals im Gebiet aktiv sind, wenn auch nicht unbedingt mehr als Mitglieder der IGP.

Klicken Sie auf die Bilder, um die Seiten der Broschüre zu betrachten.

Dennoch sind die Netzwerke stabil geblieben, zu vielen besteht noch Kontakt und sie sind weiter bereit, sich für die Verbesserungen hier im Gebiet einzusetzen. Dies ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt, also zur Jahreswende 2014/2015 notwendiger denn je. Denn wir alle sehen, dass das Gebiet der Potsdamer Straße als ein wichtiges Zentrum in der Mitte Berlins "entdeckt" wird. Das führt zu Mietpreissteigerungen, denen hoffentlich viele Gewerbetreibende werden standhalten können. 

Gleichzeitig bringen die Bautätigkeiten - allen voran in der Flottwellstraße entlang des Parks auf dem Gleisdreieck - neue Menschen ins Gebiet, die hier potenzielle KundInnen werden können, wenn sie hier ein Angebot finden, dass Ihren Bedarfen entspricht und das ansprechend präsentiert wird. 

Im Jahr 2014 wurde deshalb innerhalb des Projektes "gemeinsam wirtschaften an der Potsdamer Straße" wieder eine Broschüre erstellt. Unter dem Namen "Geheimtipps an der Potsdamer Straße" stellt sie Gewerbetreibende und Geschäftsinhalber in sehr persönlicher Art und Weise vor. 

Wir alle können hier im Gebiet immer wieder Neues entdecken. Wir, die wir hier schon lange wohnen und arbeiten und auch diejenigen, die nun gerade hier im Quartier ankommen und es zu ihrem neuen Zuhause machen. 

2001 Bärenrummel

"Als sich die Interessengemeinschaft "Potsdamer Straße" im Herbst 2000 neu konstituierte, entstand der Wunsch eine Kunstaktion im öffentlichen Raum zu starten, um die Aufmerksamkeit wieder mehr auf die Potsdamer Straße und ihre Spezialitäten zu lenken. Schnell war die Idee zum "Bärenrummel" geboren und das Motto "Potsdamer Straße - Bärenstark" gefunden. 

Mit Mitteln der Quartiermanagement Teams Schöneberg Nord und Tiergarten Süd konnten elf weiße Bärenrohlinge erworben werden. Sie wurden von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern in öffentlichen Aktionen oder in der exra eingerichteten Bärenwerkstatt an der Potsdamer Straße gestaltet. Aus den weißen, 1,80 großen Riesen wurden wirkliche Kunstwerke. 

Ende Mai trat eine Jury zusammen, um die schönsten Bären zu prämieren. Am 30. Mai 2001 wurden die Bären mit Musik und politischer Prominenz zu den Gewerbetreibenden auf die Potsdamer Straße gebracht. Diese haben sich bereit erklärt, den Sommer über die Patenschaft für einen dieser Bären zu übernehmen und sich liebevoll um ihn zu kümmern. Seit Monaten erfreuen die Bären die Menschen, die im Kiez leben oder die zum Einkaufen in die Potsdamer Straße kommen, besonders für Kinder sind sie zu beliebten Ausflugszielen geworden."  
( Text von Svenja Rahf/IG Potsdamer Straße, Ute Großmann/QM Schöneberger Norden und Lutz Sepke/QM Tiergarten Süd - aus der Broschüre Potsdamer Straße - Bärenstark ) 

 

Im September 2001 fand in den Räumlichkeiten der Commerzbank an der Potsdamer Straße eine Versteigerung der Bären statt.

Jeder Bär war ein echtes Unikat, 1.80 Meter groß, hatte einen Durchmesser von maximal 1 Meter und wog circa 40 Kilogramm.