Geschichte der Interessengemeinschaft Potsdamer Straße

 

 

Gewerbetreibende, Anwohner und Vertreter von Institutionen mit Sitz an der Potsdamer Straße gründeten im Jahr 1986 die Interessengemeinschaft Potsdamer Straße. Gemeinsam wollten sie sich für eine Verbesserung und Stabilisierung der Situation einsetzen. Vielfältig waren ihre Ideen.

Doch die mit viel Elan begonnene Aufgabe wurde durch die Ereignisse überrollt: Die Mauer fiel. 1995 beschloss die IGP ihre Aktivitäten einzustellen.

 

2000 bis 2007

 

Im Jahr 2000 übernahmen neue Akteure Verantwortung. Die Situation wurde analysiert. Leerstand und eine schwierige soziale Lage waren kennzeichnend. Gleichzeitig gab es neue Events, wie den Christopher Street Day, die Love Parade und den Marathon die ihren Weg durch das Gebiet nahmen.

Gemeinsam wurden Ideen entwickelt, die auf das Leben an der Potsdamer Straße Bezug nahmen und das Miteinander und die Vernetzung zielten.

Mit der Aktion "Bärenrummel" sollte die Potsdamer Straße wieder mehr im öffentlichen Rampenlicht stehen. Eröffnet im April 2001 wollte sich die Potsdamer Straße mit ihren Besonderheiten, ihren Geschäften von ihrer schönen Seite präsentieren. Im September 2001 schloß die Aktion mit einer Versteigerung in den Räumen der Commerzbank.

Mehr Informationen zum Bärenrummel finden Sie unter dem Menüpunkt "Projekte"

Broschüre Wir an der Potse!

Im Jahr 2001 enstand die Broschüre "Wir an der Potse!" mit Anzeigen und Informationen von über 24 Geschäfte und Gewerbetreibende im Gebiet Potsdamer Straße. Sie alle waren Mitglied der Interessengemeinschaft Potsdamer Straße. Heute ist diese Broschüre fast ein Zeitdokument. Wer ist noch an der Potsdamer Straße tätig? Wer ist wann und warum gegangen?

Mehr Informationen über die Broschüre "Wir an der Potse!" unter dem Menüpunkt "Projekte"

Bücherbasar

Die Idee zu einem Bücherbasar unter dem Bülowbogen kam 2002 von Dieter Funk (Joseph Roth Diele) . Die Interessengemeinschaft wollte mit ihm auf die kulturhistorische Bedeutung der Potsdamer Straße auf aufmerksam machen und sie als eine Straße mit Historie wieder ins Bewusstsein bringen, an der auch heute etwas passiert. Dies nicht nur in bezug auf Einkaufskultur, sondern auch in bezug auf die Wiederbelebung der Geschäftsgegend und Straße als ein Ort, an dem sich Kulturinteressierte treffen und austauschen können.

Mehr Informationen zum Bücherbasar unter dem Menüpunkt "Projekte"

Christbaumparade

Drei Mal fand die Christbaumparade an der Potsdamer Straße statt und die Zahl der teilnehmenden Gewerbetreibenden steigerte sich von Jahr zu Jahr. Besonders hervorzuheben ist die positive Tatsache, dass auch viele Gewerbetreibenden, die nicht dem christlichen Glauben zuzuordnen sind, sich an dieser Aktion beteiligten.  

Mehr Informationen über die Christbaumparade unter dem Menüpunkt "Projekte"

MAGISTRALE

Auf Initiative des Quartiersmanagements Magdeburger Platz und des Kulturamts Mitte fand im September 2003 die erste „MAGISTRALE – Kulturnacht in der Potsdamer Straße“ statt. Sie machte auf das vielfältige kulturelle Potential der Potsdamer Straße aufmerksam und gab hier wirkenden KünstlerInnen die Möglichkeit, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die MAGISTRALE begann im September 2003 als eintägige Veranstaltung, die sich bis in die tiefen Abendstunden hinein zog. Der Erfolg war so überwältigend, dass die Magistrale mit unterschiedlicher Ausrichtung und unter verschiedenen Projektleitungen bis 2009 veranstaltet wurde.

Mehr Informationen über die MAGISTRALE unter dem Menüpunkt "Projekte"

Mediennetzwerk

Auf Anregung des QM Schöneberger Norden wurde im Jahr 2004 die Landschaft der Medienfirmen im Gebiet der Potsdamer Straße in den Fokus genommen. Das Projektteam von Heidrun Abraham, Cristina Suárez und Viktor Grandgeorg startete fulminant. Sie bauten u.a. eine Adressdatenbank von Medienunternehmen und Freischaffenden am Standort auf, erarbeiteten ein Standortprofil und die von ihnen organisierte erste Messe zeigte, dass sie einen Interessensnerv getroffen hatten.

Mehr Informationen über das Mediennetzwerk an der Potsdamer Straße unter dem Menüpunkt „Projekte“

2007 bis 2011

In den folgenden Jahren bezogen sich die Projekte schwerpunktmäßig auf die kulturhistorische Bedeutung der Potsdamer Straße. Besonders die Gründung des Mediennetzwerkes im Jahr 2004 und die jährlichen Kunst-Magistralen trugen dazu bei, die Potsdamer Straße aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken und wieder in die Berliner Debatte einzubringen. Damit einher ging der Versuch, auch die Ansiedlung von Gewerbe und Medienunternehmen im Gebiet der Potsdamer Straße zu beeinflussen.

Leerstand als Chance

Im Jahr 2007 belief sich der Leerstand an Ladengeschäfte und Gewerberäumen im Schöneberger Norden auf circa 15 Prozent. Gleichzeitig gab es ein steigendes Interesse, unter anderem auch von Unternehmen im Medienbereich, sich im Gebiet der Potsdamer Straße nieder zu lassen.

Das Projekt „Leerstand als Chance“ sollte Interessenten die Ansiedlung am Standort erleichtern und die Potsdamer Straße als Gewerbe- und Dienstleistungsstandort aufwerten.

Mehr Informationen über das Projekt "Leerstand als Chance" unter dem Menüpunkt "Projekte"

°mstreet Ausbildungsinitiative

Über 400 Medienunternehmen sind im Gebiet der Potsdamer Straße angesiedelt. Das Projekt „°mstreet Ausbildungsinitiative“ zielte darauf ab, sie in ihrem Engagement im Bereich Ausbildung und Qualifizierung zu unterstützen.

Ein Schwerpunkt war die Informationsvermittlung zum Thema „Ausbilden im Verbund“, das besonders für kleinere Unternehmen und Freiberufler eine Möglichkeit ist, als Ausbilder tätig zu werden. Außerdem bot das Projekt Fortbildungen für Auszubildende und PraktikantInnen an.

Mehr Informationen über die °mstreet Ausbildungsinitiative unter dem Menüpunkt "Projekte"

Netzwerke und Begegnungen schaffen

In den Jahren 2008 und 2009 zielten drei Projekte auf die Weiterentwicklung der Vernetzung von Gewerbetreibenden und Medienschaffenden in Tiergarten Süd und dem Schöneberger Norden, eine tragfähige wirtschaftliche Entwicklung des Standortes und eine Identifikation der Akteure mit dem Gebiet. Menschen, die sich bisher nicht kannten, wurden in verschiedenen Aktionen und Begegnungen zusammen gebracht und erhielten Gelegenheit, ihre Potenziale, Kreativität und Angebote kennen zu lernen.

Die Projekte: 
Kiezfrühling: zwei Mal zwölf Straßenaktionen in den Frühlingsmonaten
Pots-Tandem: drei Mal Kooperationen zwischen Gewerbetreibenden und Medienschaffenden
°mstreet Card: Kundenbindung an die lokale Ökonomie

Mehr Informationen über den Kiezfrühling, Pots-Tandem und die °mstreet Card unter dem Menüpunkt "Projekte"

seit 2011

Im Jahr ihres 25-jährigen Bestehens erlebte die Interessengemeinschaft Potsdamer Straße eine neue Positionierung und damit verbunden in bestimmten Punkten auch ein Wandel im Selbstverständnis und der Ausrichtung der Arbeit.

Oberstes Ziel war von nun an die institutionelle Unabhängigkeit, wobei Kooperationen mit Akteuren im Gebiet – allen voran die Quartiersmanagementteams in Tiergarten-Süd und im Schöneberger Norden – weiterhin gepflegt werden sollten.

Als zweites begann die IGP, sich von einem reinen Verein der Gewerbetreibenden zu einem Zusammenschluss von Gewebetreibenden, sozialen Institutionen und AnwohnerInnen zu wandeln, um so die Interessen aller hier lebenden und arbeitenden Menschen an einer Gemeinschaft in der Potsdamer Straße zu bündeln und zu vertreten.

 

Jubiläum der IGP

Am 11.11.11 feierte die Interessengemeinschaft Potsdamer Straße ihr 25-jähriges Jubiläum. Das gab natürlich Anlass zum Feiern, zum Resumé ziehen und zu Gedanken über die Positionierung des Vereins im Gebiet der Potsdamer Straße.

Neben einer großen Jubiläumsfeier war die Neugestaltung des Corporate Designs (Logo und Webseite) das äußerliche Zeichen, dass die IGP im Wandel begriffen war. 

Mehr Informationen über das Jubiläum unter dem Menüpunkt "Projekte"

Wunderbare Warenwelten

Immer wieder hat sich die Interessengemeinschaft darüber Gedanken gemacht, wie wir die IGP bei den Anwohnern, aber auch berlinweit, bekannter machen und stärken können. So entstand 2014 die Idee Kinder, Jugendliche und AnwohnerInnen über verschiedene KunstAktionen mit dem hiesigen Gewerbe in Kontakt zu bringen.

Von April bis Juni 2014 betreute die Mediengestalterin Gabriele Hulitschke Siebdruck-Workshops in einer Klasse der Allegro Grundschule zu dem Thema „Obst und Gemüse“. Sulaf Ahmed ( REWE ) unterstützte die Aktion.  

Mehr Informationen zu den "Wunderbaren Warenwelten" unter dem Menüpunkt "Projekte"

Potse KunstSpotting

Wer, Wo, Was? Die Internetseite potse-kunstspotting lädt ein zum Stöbern, Entdecken und zu Besuchen der vielseiten Kunstadressen, die es im Gebiet der Potsdamer Straße gibt. Seit September 2014 wird diese Internetseite von der Interessengemeinschaft Potsdamer Straße betrieben und gepflegt.

Mehr Informationen über Potse KunstSpotting unter dem Menüpunkt "Projekte"